Der spanische Maler, Graphiker, Bildhauer und Keramiker Joan Miró wurde 1893 in Barcelona geboren und verstarb 1983 in Palma de Mallorca. Der Künstler gehört zu den herausragenden Vertretern der Klassischen Moderne und kann als einer der einflussreichsten und populärsten Künstler des 20. Jahrhunderts gelten.

Schon in frühen Jahren zeigte sich sein zeichnerisches Talent, das er zunächst bis 1910 durch Kunstunterricht an der Kunstakademie „La Llotja“ in Barcelona schulte, an der Pablo Picassos Vater José Ruiz Picasso als Lehrer tätig war und auch Picasso selbst Unterricht nahm. Nach weiteren Studienjahren in seiner Heimatstadt an einer privaten Kunstschule und einer freien Zeichenakademie begab sich Miró im Jahr 1919 erstmals auf Reisen. Er ließ sich in Paris nieder und traf Pablo Picasso in seinem Atelier.

Mirós frühe Werke zeigen ins besondere Beeinflussungen durch die avantgardistischen Kunstrichtungen des Kubismus und des Fauvismus. Erst im Verlauf der 1920er Jahre wendete sich Miró in eigener Weise dem Surrealismus zu, der ihn zunehmend von der Gegenständlichkeit fortführte. Im Jahr 1924 trat Miró der umtriebigen Gruppe der Surrealisten um André Breton bei, der auch Max Ernst angehörte. Auch wenn er sich darstellerisch mit den Surrealisten verbunden fühlte, blieb Miró in dieser Künstler- und Literatengruppe ein Außenseiter.

Ab 1930 hatte Miró seinen eigenen Stilgefunden: Kräftige Farben kombiniert mit vereinfachten Formen sind dafür charakteristisch. Er wurde zum Poeten der abstrakt-surrealistischen Malerei mit einem reduzierten Formenvokabular. In seiner fantasievollen und kreativen Farb-und Formgebung ist Miró sowohl in der Malerei als auch in der Grafik in der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts unübertroffen.

Miró nahm in den 1930er Jahren an den wichtigsten internationalen Ausstellungen des Surrealismus in London und Paris teil und wurde 1941 mit einer Retrospektive im Museum of Modern Art in New York geehrt. Im Jahr 1968 schuf Joan Miró zwei große Keramik-Wandgemälde für das UNESCO-Gebäude in Paris.

Sein Gesamtwerk ist sehr umfangreich und umfasst neben einer Vielzahl von Ölgemälden, Skulpturen, Keramiken, Collagen und Zeichnungen graphische Arbeiten, darunter Lithographien und Radierungen in kleinen Auflagen. Das Schaffen von Miró besticht durch seine bildnerischen Erfindungen, die Symbole, Formen, Hieroglyphen und Farben in eine Welt voller Magie versammeln.

Im Jahr 1956 zog Miró in ein nach seinen Vorstellungen gebautes Wohnhaus mit Atelier und Skulpturenwerkstatt. Dort wurde Jahre nach seinem Tod 1992 das Miró Museum für die Öffentlichkeit eingerichtet,das jährlich Hunderttausende aufsuchen.

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