Der russisch-französische Maler Marc Chagall gehört zu den renommiertesten und weltweit bekanntesten Künstlern der Moderne im 20. Jahrhundert. Seine Bildthemen entlehnte Chagall vor allem dem liebenden Verhältnis zwischen Mann und Frau, den Bindungen in der Familie, den Traditionen des Judentums, den Erinnerungen an das dörfliche Leben in seiner Heimat nahe Witebsk und vor allem seiner überbordenden Phantasie. Auch die Welt des Zirkus, der Magie und der Musik gehörten zu wichtigen Anregungen für seine Bildschöpfungen.

Seit 1907 studierte Chagall an verschiedenen privaten Kunstschulen in St. Petersburg. In den folgenden Jahren und nach dem Ersten Weltkrieg hielt sich Marc Chagall sowohl dort als auch in Paris und Berlin auf. Er nahm damit an der künstlerisch höchst fruchtbaren und wechselvollen Zeit der Vorkriegsjahre teil, unterstützte die revolutionären russischen Künstler und ließ sich auch in den 1920er Jahren durch die neuen modernen Bewegungen des Kubismus, Orphismus sowie des Surrealismus anregen.

Dabei gehörte Marc Chagall keiner der zeitgemäßen Richtungen und Künstlergruppen an, sondern behielt seine ästhetische Eigenständigkeit, die durch ein hohes Maß an bildnerischer Vorstellungskraft, außergewöhnlichem Farbenreichtum und naiv-heiterer Erzählfreude geprägt war. Chagall schuf eine besondere Form des malerischen Symbolismus der Moderne und kann als Poet unter den Malern bezeichnet werden.

In seiner phantastisch-irrealen Darstellungsweise steht der Maler und Graphiker Chagall trotz seiner Unabhängigkeit dem Surrealismus am nächsten. Neben Henri Matisse gehört er zuden größten Koloristen der Moderne, die leuchtend ausdrucksstarke Farbkompositionen schufen.

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