Rückblick: Legenden im Art Cube

Rückblick: Legenden im Art Cube

Mehr als 1.000 Besucher, neue Gemälde von Felix Blume und ein Kunstwerk, das live vor den Augen des Publikums entstand: Die Vernissage von „Legenden“ brachte im Art Cube Hamm Kunst, Künstler und Gäste ungewöhnlich nah zusammen.

Schon vor der Eröffnung war das Interesse groß. Mehr als 1.000 Tickets waren für die Ausstellung vergeben worden. Am Samstag kamen Kunstinteressierte, Sammler und zahlreiche Fans in den Art Cube der Galerie Mensing nach Hamm-Rhynern, um Felix Blume und seine neuen Arbeiten persönlich zu erleben.

Bekannt wurde Blume einem großen Publikum als Kollegah. Seit mehreren Jahren widmet er sich intensiv der Malerei und arbeitet dabei bewusst mit klassischen Techniken. Seine Bilder greifen Motive aus Geschichte und Mythologie auf und verbinden sie mit persönlichen Gedanken über Stärke, Entwicklung und menschliche Ideale.

Für „Legenden“ präsentierte Blume im Art Cube unter anderem Werke, die während einer Inspirationsreise durch Italien und die Schweiz entstanden waren. Gemalt habe er sie „aus dem Gefühl heraus“, erzählte der Künstler. Diese persönliche Herangehensweise war den Arbeiten anzusehen: Statt einer distanzierten Inszenierung zeigte die Ausstellung eine Bildwelt, die unmittelbar auf das Publikum wirkte und immer wieder Gespräche auslöste.

Genau darin lag eine der Besonderheiten des Tages. Die Kunst blieb nicht auf Abstand. Besucher konnten die Gemälde aus der Nähe betrachten, mit Felix Blume über ihre Entstehung sprechen und erleben, wie selbstverständlich klassische Malerei auch ein Publikum erreicht, das vielleicht nicht regelmäßig eine Galerie besucht.

Für die Galerie Mensing steht die Zusammenarbeit mit Blume daher auch für die Idee, neue Zugänge zur Kunst zu schaffen. Im Art Cube begegneten sich an diesem Tag erfahrene Sammler, junge Fans und Menschen, die Felix Blume zunächst aus einem ganz anderen Bereich kannten. Vor den Bildern spielte das jedoch schnell eine untergeordnete Rolle. Im Mittelpunkt standen die Werke und die Geschichten, die sie erzählen.

Vom Besucher zum Wikinger

Wie unmittelbar Kunst entstehen kann, zeigte sich auf der Bühne im Außenbereich. Dort suchte Felix Blume ein Modell für eine Live-Malerei aus. Seine Wahl fiel auf den jungen Besucher Marlon.

Rund 45 Minuten lang konnten die Gäste verfolgen, wie sich das zunächst leere Bild vor ihnen veränderte. Aus ersten Konturen wurden Gesichtszüge, aus dem Besucher wurde Schritt für Schritt ein Wikinger-Krieger. Immer mehr Menschen versammelten sich vor der Bühne und beobachteten Blume bei der Arbeit.

Für einen Moment wurde die Vernissage zum offenen Atelier. Das Publikum sah nicht nur das fertige Ergebnis, sondern auch die Entscheidungen, Korrekturen und Details auf dem Weg dorthin. Als Blume das Porträt schließlich vollendete, durfte Marlon es mit nach Hause nehmen.

Es war eine jener ungeplanten Szenen, die einem Ausstellungstag eine eigene Geschichte geben. Einer von mehr als 1.000 Besuchern wurde selbst zum Motiv – und verließ den Art Cube mit einem persönlichen Original.

Neben den Gemälden waren auch hochwertige Editionen zu sehen. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, einzelne Motive genauer zu entdecken oder mit dem Künstler über seine Arbeitsweise zu sprechen. So entstanden zwischen den Werken immer wieder kleine Gesprächsrunden, persönliche Begegnungen und neue Perspektiven auf Blumes Malerei.

Zum Abschluss des Tages trat Felix Blume auch musikalisch auf. Dennoch blieb die Kunst der Mittelpunkt der Veranstaltung. „Legenden“ zeigte einen Künstler, der sich mit großer Ernsthaftigkeit der Malerei widmet, und ein Publikum, das bereit war, sich auf diese Seite seines Schaffens einzulassen.

Was machte die Vernissage im Art Cube also besonders? Es war die Nähe: zu den Werken, zu ihrer Entstehung und zum Künstler selbst. Die Besucher betrachteten Kunst nicht nur – sie konnten miterleben, wie sie entsteht.

Datum

03. September 2026

Künstler

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